>>  Nacht des radikalen Films  <<

– experimentell – politisch – künstlerisch –

Nacht des radikalen FilmsDas Kino ist ein magischer Ort, an dem die Gesetze und Regeln des geordneten Alltagslebens für kurze Zeit außer Kraft gesetzt werden. Doch viel zu oft werden diese Möglichkeiten bekämpft und missbraucht – von Kirche, Politik oder Zensur. Selbst die Kurzfilmfestivals, einst angetreten um filmische Innovationen zu fördern, erwarten inzwischen eine Annährung an dramaturgische und technische Standards. Durch diese Gleichschaltung, fehlt vor allem den Filmemachern ein Podium, die ihre Unabhängigkeit von Quotenzwang, Wirtschaftlichkeit und künstlerischer Normierung bewahren wollen. Die „Nacht des radikalen Films" versucht diese Lücke zu schließen, indem sie das reichhaltige Angebot an innovativen Kurzfilmen und das Interesse an alternativen und künstlerischen Ausdrucksformen zusammenführt.

Das Festival konnte sich seit seiner Erstauflage im Jahr 2006 Landesweit als Forum für alternative Filmkunst etablieren. Steigende Einsendungs- und Zuschauerzahlen belegen dies. Das 5.Jubiläum, welches in diesem Jahr stattfindet, soll deshalb auch ein Wendepunkt und eine Weiterentwicklung darstellen: An zwei Tagen (anstatt wie bisher nur an einem) wird es neben den bekannten Filmvorführungen, dieses Mal auch Workshops und Seminare geben.

Am ersten Abend werden wie bisher ausgewählte Filme präsentiert und im Anschluss daran bietet das „open screening“ allen Besuchern die Möglichkeit, mitgebrachte eigene Filme zu zeigen. Neu in diesem Jahr, ist die Vergabe eines Jury-Preises. Dem prämierten Filmemacher soll damit die Arbeit an einem nächsten Projekt erleichtert werden. Der zweite Tag ist dann ganz dem Austausch und der Weiterentwicklung unter den angereisten Filmemachern gewidmet. Ein renommierter Independent-Regisseur (der am Vorabend bereits der Jury vorsteht), wird einen Vortrag halten und mit den Teilnehmern über bestimmte Aspekte des Filmemachens im Independent-Bereich sprechen. Geplant sind außerdem ein Workshop und eine Diskussionsrunde zur (Film-)Politischen Situation.

Die „Nacht des radikalen Films“ versteht sich als Forum für unabhängige Filmemacher aus ganz Deutschland. Auf unabhängige Produktionen aus Sachsen und Thüringen wird jedoch ein besonderes Augenmerk gerichtet. Verbindendes Element der ausgewählten Animations-, Dokumentar- und Spielfilme ist dabei ihre inhaltliche und formale Radikalität. Radikal heißt hier, an die Wurzel zu gehen, auf inhaltlich-formaler Ebene neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden oder politisch-gesellschaftliche Problemfelder in ihren Grundlagen zu fassen.

Das radikale, unabhängige und alternative der Filme setzt sich in der Gestaltung des Festivals fort. Die Distanz zwischen Film, Filmemacher, Publikum und Organisatoren soll während des Festivals so gering wie möglich gehalten werden. Deshalb wird auf die Anwesenheit der Regisseure großen Wert gelegt. Während des gesamten Festivals und insbesondere nach dem Filmprogramm besteht für Filmemacher, Gäste und alle Filminteressierte die Möglichkeit, an einem runden Tisch zusammen zukommen und sich auszutauschen. Da es in Leipzig und ganz Sachsen keine Filmhochschule und auch sonst kaum Treffpunkte für junge Medienschaffende gibt, sehen wir unser Festival auch als Sammelstelle für Ideen und Projekte und damit auch als Förderer des unabhängigen Kinos.

 
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