Massen-Keilerei um ein Ego-Gen

Leipziger Volkszeitung :: Juli 2004 :: Frank Schubert

Nach ihrem „Streik-Porno“ präsentiert die Filmgruppe CinemAbstruso heute endlich wieder einen richtigen Film.

Dem Thema Hochschule bleiben die studentischen Cineasten um die Brüder Karl-Friedrich und Tilman König dabei treu: „Das Ego-Gen-Projekt“ warnt vorm Missbrauch der Wissenschaft. Ein japanischer Doktorand entdeckt das Ego-Gen und will damit einen besseren Menschen schaffen. Sein fieser Doktorvater träumt eher von Ego-losen willig-billigen Arbeitskräften. Beim Schreiben habe er sich von „Frankenstein“ und Brechts „Galileo Galilei“ inspirieren lassen, erzählt Drehbuchautor Karli König. „Rausgekommen ist ein Action-Thriller.“

Anders als bei ihrem letzten Werk, dem äußerlich ruhigen, allerdings nicht weniger gewalttätigen Kurzfilm „Der Misanthrop“, lassen es die Freaks jetzt über 63 Minuten richtig krachen. König verspricht wilde Verfolgungsjagden und eine Massenschlägerei. Die wurde übrigens auf dem LVZ-Vorplatz aufgenommen.  Regisseur König wohnt gleich nebenan, die Keilerlei konnte von seiner Wohnung aus auch aus der Vogelperspektive abgelichtet werden.

Gedreht wurde an zehn Tagen im März. Mit 60 Darstellern ist der vierte CinemAbstruso-Streifen der bisher aufwändigste. Und deshalb fällt auch die Premiere noch ein bisschen größer aus: Wie gewohnt gibt es den Film zunächst im Kulturbundhaus zu sehen.  Anschließend spielt die Jazz-Rock-Band Sofa Bijoux. Damit niemand den Film verpasst, flimmert „Das Ego-Gen-Projekt“ morgen, Freitag und Montag noch mal in der Uni (Hörsaal 22) über die Leinwand. Ohne musikalisches Nachspiel.

 

 

 

+++ NEWS +++ NEWS +++

DER SCHWARZE NAZI 26.7. Open...

DER SCHWARZE NAZI am 26.7. um 21.30 Uhr Open Air in der Filmarena in Jena