Mit Freiwilligen in die Welt des Märchenfilms

Thüringische Landeszeitung :: Juni 2006 :: Redaktion

21 Drehtage in und um Jena, ein halbes Jahr Arbeit vor dem Dreh (TLZ be­richtete) und noch einmal fast 10 Monate danach - in der Filmbranche nennt sich das "post production". Endlich hat der Märchenfilm "Der weiße See" heute Abend in der JG-Stadtmitte Thüringen­premiere. „Um verschiedene Sichten der Wahrheit geht es im Film", mehr will Regis­seur Tillmann König vorab nicht verraten.

Er wird im TLZ-Gespräch nicht müde, den Wert freiwil­liger Arbeit für den Film zu betonen. „Geld hatten wir kaum zur Verfügung, deshalb haben die meisten freiwillig gearbeitet, darunter viele Stu­denten aus Leipzig und Jena“. Ohne die wäre das „Märchen für Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren" wohl nicht entstanden.

■ Digital und preiswert

„Gearbeitet haben wir mit digitaler Technik, das ist mo­derner und billiger als das klassische Zelluloid", sagte König. Schlüsselpositionen habe man auch mit Profis be­setzen können. Kameramann Daniel Goldmann hat bereits „Tatort“-Erfahrung, die Hauptrollen sind mit Theaterschauspielern besetzt.

Eine Herausforderung sei es gewesen, die digitalen Ef­fekte in den Film einzuarbei­ten, „denn dafür mussten wir an den entsprechenden Stel­len den Schnitt des Films schon, fertig haben“, erklärt König.

Für Jenaer mit guter Ortskenntnis sei der Film insofern eine Herausforderung, als dass sie viele Orte im Film wiedererkennen könnten.

„Hoffentlich finden wir auch bald einen kleinen Ver­leih", aber die zweifache Aufführung in seinem Wohnort Leipzig lässt Tillmann König optimistisch auf die Zeit nach der Fußball-WM blicken, wenn auch die Kinos wieder Filme zeigen.

 

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