Cinemabstruso kommt wieder auf Touren: Hausbesuche und neues Festival des radikalen Films "angedroht"

Leipziger Internet Zeitung :: 11.10.2010 :: Redaktion


Am 29. Oktober ist es wieder soweit. Der schwarze Nazi kommt oder besser die Groteske der Filmemacher von Cinemaabstruso ist wieder unterwegs. Nach dem LinXXnet, dem Schlechten Versteck und beim Kreuzungsfest "Kostet den Osten" kehrt der Film "Sikumoya - Der Schwarze Nazi" nun in der Wärmehalle Süd ein. Und ein Festival geht in die fünfte Runde.
Er prügelt, er ist quasi der lebende Widerspruch auf zwei Beinen. Mit dem Spruch "Nennen Sie drei Gründe weshalb Sie deutscher Staatsbürger werden wollen…” gehen die Vorführungen des 2006 gedrehten Filmes nun in eine neue Runde in der Eichendorffstraße 7. Am 29. Oktober ist in der dortigen Wärmehalle Süd ab 21 Uhr Stille im Saal und der Kongolese Sikumoya Voigt huscht über die Leinwand. Sikumoya Voigt, der Kongolese wird deutsch, zuerst ein bisschen und dann immer mehr, also fast richtig hundertprozentig deutsch. Der Einbürgerungstest hilft natürlich. Neo-Nazis überfallen ihn, schlagen, treten.

Dann eine Psychose oder war´s eine Depression? Zumindest eine Persönlichkeitsstörung und siehe da – arbeitslos und ostdeutsch wird er nun selbst zum Nazi.

Weitere Termine sollen im Herbst und Winter 2010 folgen - eine Beteiligung des Streifens aus Leipzig beim Abstruso-eigenen Independent-Filmfestival "Die Nacht des radikalen Films" ist logischerweise ebenfalls geplant. Cinemafreunde der originellen Sorte können sich also schon den 3. und 4. Dezember 2010 jeweils ab 20.30 Uhr im Lindenfels Westfluegel eintragen. Im Lindenfels Westfluegel werden dann die 10 bis 15 besten radikalen Filme aus Thüringen, Sachsen und der Welt gezeigt.

Die Veranstalter dazu: "Das Publikum darf sich freuen auf experimentell-politisch- künstlerisches Kino aus den Bereichen Fiktion, Dokumentation, Animation und Experimentalfilm. Radikal, das heißt, an die Wurzel zu gehen, auf inhaltlich-formaler Ebene neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden oder politisch-gesellschaftliche Problemfelder in ihren Grundlagen zu fassen. Radikale Filme sind Filme, denen man ihre Dringlichkeit ansieht, ob vollendet oder unvollkommen. In diesem Sinn versteht sich die „Nacht des radikalen Films“ als Alternative zu anderen Filmfestivals."

Filmemacher haben hierzu noch bis zum, 1. November Zeit einen Beitrag einzusenden. Alles von 30 Sekunden bis 40 Minuten muss dann auf auf DVD bei der Filmgruppe Cinemabstruso Leipzig in der Zschocherschen Straße 61, 04229 Leipzig vorliegen. Samt Einverständniserklärung, dass der Film gezeigt werden darf und unter Angabe der über Regisseur, Filmtitel, Land + Stadt, Entstehungsjahr, Genre und Länge per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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