Wie Lindenau zum Filmstar wird

Wochenkurier Leipzig :: Mai 2009 :: DAR

Filmgruppe „Cinemabstruso“ dreht in Leipzig für Leipzig

Eine unabhängige Filmgruppe aus Leipzig, die in Leipzig und für Leipzig einen Kinofilm produziert, das ist selbst für die Medienstadt ungewöhnlich. „Cinemabstruso“ nennen sich die Unerschrockenen. Ihr neuestes Projekt heißt: „Hinterhofblues“.

 

Leipzig. Ein Hinterhof mittendrin eine Badewanne, daneben ein Schlagzeug und ein Zirkuswagen. Die Geschichte ist so nah dran am Leben wie kompliziert. Die drei Protagonisten Kai, Matthäus und Hundt sind wahlarbeitslos. Leben im unsanierten Miethaus, das Kais Vater gehört. Alle drei haben sich -mehr oder weniger- vom bürgerlichen Leben verabschiedet. Aufgestockt wird das Kapital der drei duch Fahrraddiebstahl und kleine Einbrüche. Selbstbestimmt wollen sie leben – das gemeinsame Ziel: Ein Künstlercafé im Hof. Natürlich ist alles viel komplizierter und das kaum vermietete Haus ist mit einer Hypothek belastet. Finanberater Hartmann macht ernst, die Bank will ihr Geld – 16 000 Euro in zwei Wochen oder das Gelände nwird geräumt. Was tun wenn die Realität in das Leben hereinbricht? Den Traum irgendwie leben wenn auch am Existenzminimum? Nachgeben? Nachrechnen? Oder endet sowieso alles im Fiasko?

2 Wochen Drehzeit

Der Film sinniert über ein Milieu am Rand des gefeierten Kulturbetrieb in einem problematischen Teil der Stadt irgendwo zwischen Zentrum und Ausfallstraße. Doch der Leerstand ganzer Häuser im viertel kann auch Platz für kreativen Freiraum bedeutet -Galerien, Künstlerkommunen und alternative Kneipen. „Aber wie beständig sind die aus einer Krise entstanden Freiräume? Darum geht es uns in unserem Film“, erzählt Babette Pohle vom Filmteam. Acht Filme hat es seit Anfang des Jahrtausends gedreht. Und einige Preise bei Festivals eingeheimst. Man kennt sich also aus, arbeitet konzentriert aber unkompliziert: zwei Wochen Drehzeit, zwei HD-Kameras (35 mm) sowie professionelle Schauspieler und Crew. Mehr brauchte das 40-köpfige Team aus Deutschland nicht. Jetzt ist die Story im Kasten, und die Premiere steht ins Haus; natürlich in Leipzig: am 18. und 19. Juni im UT Connewitz, mit Live-Band und Schauspielern. Auch das nächste Projekt ist bereits in Aussicht: „Im Sommer wollen wir einen Kurzfilm machen“, erzählt Babette Pohle. Wo? Natürlich in Leipzig.

 

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